Institut für Ressourcenmanagement
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Simulation der Haushaltswassernachfrage im Elbegebiet


ZUSAMMENFASSUNG

Viel zu lange haben Infrastrukturplaner die Entwicklungstendenzen bei der Haushaltswassernachfrage vernachlässigt. Gravierende Infrastrukturfehlplanungen waren die Folge. Besonders in Ostdeutschland hat dies zu hohen Fehlallokationen volkswirtschaftlicher Ressourcen geführt.

Eine genaue Analyse der Haushaltswassernachfrage ist daher aus zwei Gründen wichtig: zum einen gehört die Gestaltung unserer Wasserver- und -entsorgungsinfrastruktur zu den kapitalintensivsten Aufgaben der Kommunen. Hier besteht also ein hohes Sparpotenzial. Zum anderen ist eine genaue Erfassung der Wassernachfrage notwendig für die nachhaltige Bewirtschaftung und den Schutz von Wasserressourcen gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL). Die bessere Planung und Steuerung unserer Wasserversorgungssysteme stellen dringende gesellschaftliche Aufgaben dar, und zwar nicht nur in Ostdeutschland, sondern wegen der demografischen Entwicklung in ganz Deutschland und auch anderen Teilen Europas.

Der daraus resultierende Bedarf nach neuen Methoden zur Wasserbewirtschaftung bildet den Ausgangspunkt dieses Buches. Die Ursachen des Wasserverbrauchs hängen in Erscheinung und Art von der Betrachtungsebene ab, was zu einer spezifischen Skalenproblematik führt: Menschen in der Rolle als Wasserkonsumenten leben in Familien, die wiederum in Nachbarschaften wohnen, welche Teil einer Gemeinde sind, die in einer speziellen Region liegt, usw. In diesem Buch wird ein Modell vorgestellt, das eine fundierte Analyse und Prognose der Haushaltswassernachfrage ermöglicht und dabei die Wechselwirkungen zwischen benachbarten Skalenebenen aufnimmt.

Schlagwörter: öffentliche Wasserversorgung, Wassernachfragemodell, Wasserwirtschaft, Methoden der Wasserbewirtschaftung, nachfrageorientierte Infrastrukturplanung und Steuerung, Prognosen, Kleingewerbe


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