Neues Projekt SUSTAINCrop gestartet

Bessere Entscheidungsgrundlagen für Anbausysteme in der Bioökonomie.

Wie lässt sich der tatsächliche Umwelteinfluss von Kulturpflanzen für die Bioökonomie verlässlich bewerten? Genau dieser Frage widmet sich das neue Horizon-Europe-Projekt „SUSTAINCrop“. Es unterstützt Landwirtschaft, Unternehmen und Politik dabei, fundierte Entscheidungen über den Anbau von Pflanzen für biobasierte Industrien zu treffen.

Da Europa nach Alternativen zu fossilen Rohstoffen sucht, gewinnen Kulturen wie Raps, Zuckerrübe, Hanf und Flachs zunehmend an Bedeutung als nachwachsende Rohstoffquellen. Wie nachhaltig ihr Anbau tatsächlich ist, lässt sich jedoch bislang nur schwer beurteilen. „SUSTAINCrop“ entwickelt daher praxisnahe Werkzeuge, mit denen sich unterschiedliche Anbausysteme vergleichen und ihre Auswirkungen auf Landnutzung, Wasserressourcen, Biodiversität, Treibhausgasemissionen und künftige Marktchancen einschätzen lassen. Ziel ist es, mit verlässlichen und vergleichbaren Daten nachhaltigere Entscheidungen entlang biobasierter Wertschöpfungsketten zu ermöglichen.

Ein zentrales Element des Projekts ist die enge Zusammenarbeit mit der Praxis. In sogenannten Knowledge Exchange Communities, die in Europa sowie in Lateinamerika und der Karibik aufgebaut werden, arbeiten Landwirtinnen und Landwirte, Forschende, Industrievertreter:innen und politische Akteure gemeinsam daran, die Projektergebnisse zu validieren und an den tatsächlichen Bedarf vor Ort anzupassen. Darüber hinaus stärkt „SUSTAINCrop“ die Kooperation zwischen Europa und Lateinamerika und trägt so zu einem intensiveren Wissensaustausch sowie zu nachhaltigeren und widerstandsfähigeren biobasierten Wertschöpfungsketten bei.

inter 3 ist einer von 12 internationalen Partnern und verantwortet in diesem Projekt insbesondere die Konzeption für den Wissenstransfer zwischen den Stakeholdern und Expert*innen sowie die Umsetzung einer Delphi-Studie.