Europa befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel hin zu einer kreislauforientierten, biobasierten Wirtschaft, die nicht nur Innovation und ländliche Entwicklung vorantreibt, sondern auch im Einklang mit dem Ziel der Europäischen Union (EU) steht, Klimaneutralität und Null-Verschmutzung zu erreichen. Im Mittelpunkt dieses Wandels steht die Umwandlung von landwirtschaftlichen Primärkulturen in Biomasse für die Chemie-, Kunststoff- und Faserindustrie.
Während Kulturen wie Raps, Zuckerrüben, Hanf und Flachs für die Versorgung dieser Industrien zunehmend an Bedeutung gewinnen, ist ihre Umweltleistung für die verschiedenen Anbauregionen wenig bekannt und beschrieben.
Gemeinsam zu einem validen Bewertungsrahmen
Das Projekt SUSTAINCrop untersucht daher systematisch die Umweltauswirkungen dieser Anbauprodukte. Es liefert im Ergebnis einen wissenschaftlich fundierten und von den diversen Interessengruppen validierten Rahmen zur Bewertung der Nachhaltigkeitskriterien von Primärkulturen. Dieser ist auf den „Safe and Sustainable by Design“-Ansatz (SSbD) der EU und die EU-Taxonomie abgestimmt.
Über Knowledge Exchange Communities in Europa und Lateinamerika wird SUSTAINCrop eine georeferenzierte Kulturpflanzendatenbank, ein digitales Modellierungsframework und ein interaktives Dashboard für die szenariobasierte Folgenabschätzung entwickeln und validieren.
Bessere Entscheidungen durch Wissenstransfer
Durch die Bereitstellung politikrelevanter Kriterien, bewährter Verfahren und digitaler Werkzeuge will SUSTAINCrop die Entscheidungsfindung für Landwirte, Industrie und politische Entscheidungsträger verbessern und so die Umweltleistung biobasierter Wertschöpfungsketten in Europa und darüber hinaus steigern.
inter 3 ist einer von 12 internationalen Partnern und verantwortet in diesem Projekt insbesondere die Konzeption für den Wissenstransfer zwischen den Stakeholdern und Expert*innen sowie die Umsetzung einer Delphi-Studie.
Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms HORIZON Europe im Cluster „Zero Pollution“ gefördert.