Bio-regionale Lebensmittel für die Gemeinschaftsverpflegung

Das Forschungsprojekt RegioVers stärkt die biologische Erzeugung von Lebensmitteln in Mecklenburg-Vorpommern durch regionale Wertschöpfungsketten

© Axel Dierich

RegioVers steht für die Regionalisierung von Bio-Wertschöpfungsketten durch Diversifizierung von Bezugsquellen für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung (ö GV). Ziel ist, eine funktionierende Versorgung der ö GV mit regional erzeugten Biolebensmitteln in Mecklenburg-Vorpommern zu fördern, durch Schaffung bzw. Ausbau regionaler Wertschöpfungsketten für ökologisch produzierte Agrarerzeugnisse, und damit die Versorgung mit regionalen Bioerzeugnissen insgesamt zu verbessern.

Regionale Lebensmittelproduzent:innen in Wertschöpfungsketten einbinden

Darin enthalten ist der Ansatz, kleine wie größere Lebensmittelproduzent:innen aus der Region, deren Mengen ggf. für Kantinen und Caterer nicht ausreichen, durch regionale Infrastrukturlösungen (Bündelung, Weiterverarbeitung und Vertrieb) in die Wertschöpfungskette einzubinden. Durch die erhöhte regionale Nachfrage sollen

  • verlässliche regionale Absatzmöglichkeiten für Biobetriebe geschaffen,
  • damit gesteigerte Wertschöpfung und verkürzte Transportwege ermöglicht und
  • Anreize für die Umstellung auf den ökologischen Landbau gegeben werden.

Best Practices, regionale Kapazitäten und ökonomische Bewertungen fließen in die Strategieentwicklung ein

Zunächst werden die Forschungspartner inter 3, diversu e.V. und die Hochschule Neubrandenburg gemeinsam bestehende Beispiele für regionale Wertschöpfungsketten im Bereich der ö GV in M-V sowie deutschlandweit recherchieren und hinsichtlich der Übertragbarkeit von Faktoren für Erfolg oder Misserfolg evaluieren.
In einem zweiten Schritt dient die Erhebung von räumlichen Daten zu Produktionskapazitäten, Verarbeitungsstrukturen und Vertriebswegen dazu, das Potenzial von regionalen Wertschöpfungsketten im Bereich der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung in M-V zu erheben.
Das identifizierte Potenzial wird anschließend aus ökonomischer Sicht evaluiert: Mit einem Target-Pricing-Modell werden bezogen auf die Preisgestaltung genauere Kenntnisse über die Veränderungsbereitschaft sowohl der Angebots- als auch der Nachfrageseite eruiert.
Vor diesem Hintergrund werden schließlich gemeinsam mit den Praxispartnern innovative Strategien entwickelt und in zwei ausgewählten Untersuchungsräumen regionale Bio-Wertschöpfungsketten und -netzwerke initiiert.

Enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus Landwirtschaft und öffentlicher Gemeinschaftsverpflegung

inter 3 leitet und koordiniert den Projektverbund von RegioVers. Für die Erhebung von Informationen zu bioregionalen Wertschöpfungsketten und -netzwerken sowie für die Ausarbeitung der Umsetzungskonzepte binden die Forschungspartner eine Vielzahl an Praxisakteuren von unterschiedlichen Positionen entlang der Wertschöpfungsketten sowie Expert:innen und Entscheidungsträger:innen ein, allen voran Bio-Vertrieb Watzkendorf GmbH und die Landesgruppe Regionalbewegung Mecklenburg-Vorpommern.

RegioVers wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau.

Regionalisierung von Bio-Wertschöpfungsketten durch Diversifizierung von Bezugsquellen für die öffentliche Gemeinschaftsverpflegung (RegioVers)

Ansprechpartner:

Axel Dierich, +49(0)30 34 34 74 49

Auftraggeber:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Wissenschaftspartner:

diversu Institut für Diversity, Natur, Gender und Nachhaltigkeit e.V.

Hochschule in Neubrandenburg, Fachbereich Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften

Praxispartner:

Landesgruppe Regionalbewegung Mecklenburg-Vorpommern

Bio-Vertrieb Watzkendorf GmbH

Ort:

Mecklenburg-Vorpommern

Laufzeit:

10/2023 – 09/2026