Unter dem Titel „Management kritischer Lieferketten bei eingeschränktem Hafenbetrieb“ beginnt das Verbundprojekt CritSupPort seine Arbeit. Ziel ist die Entwicklung sektorübergreifender Lösungen zur Sicherstellung der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern wie Arzneimitteln und Lebensmitteln, insbesondere bei Engpässen in See- und Binnenhäfen wie Hamburg und Duisburg.
Häfen sind zentrale Knotenpunkte im deutschen Versorgungssystem, deren Einschränkungen gravierende Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette haben können. CritSupPort nutzt modernste System- und Szenarioanalysen, um die komplexen Abläufe und Abhängigkeiten entlang der multimodalen Transportwege zu verstehen und zu optimieren. Neben der Identifikation kritischer Knotenpunkte werden innovative Entscheidungs- und Priorisierungsverfahren entwickelt, die eine koordinierte Kommunikation zwischen Logistikunternehmen, Behörden und Handel ermöglichen.
Das interdisziplinäre Konsortium unter der Leitung von inter 3 GmbH vereint Expertise aus maritimer Logistik, Risiko- und Krisenmanagement sowie datengestützter Lieferkettenanalyse. Die entwickelten Methoden und Werkzeuge sollen im Praxistest erprobt und langfristig in bestehende Strukturen integriert werden.
CritSupPort leistet einen wesentlichen Beitrag, um die Versorgungssicherheit in Deutschland auch unter schwierigen Bedingungen nachhaltig zu stärken.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" (SiFo) gefördert.