KoWaLa

Gewässerschutz durch Kooperation zwischen Wasserwirtschaft und Ökologischer Landwirtschaft

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Trinkwasser lässt sich dort am besten schützen, wo es entsteht: in den Einzugs- und Quellgebieten. Kooperationen zwischen Wasserversorgern und landwirtschaftlichen Betrieben gelten dafür als bewährtes Modell, in Nordrhein-Westfalen etwa seit Ende der 1980er Jahre. Der ökologische Landbau kann hier einen besonderen Beitrag leisten, weil er auf chemisch-synthetische Düngemittel und Pestizide verzichtet. Wie solche Kooperationen in Deutschland heute aussehen, wo sie gelingen und woran sie scheitern, ist bislang jedoch nicht systematisch erfasst.

Status quo der Kooperationen erfassen

KoWaLa schließt diese Wissenslücke mit einer bundesweiten Status-quo- und Wissensstandanalyse. Zunächst werden in Recherchen und Interviews bestehende Initiativen aufgearbeitet. Darauf aufbauend werden Wasserversorger, Getränkehersteller und landwirtschaftliche Betriebe bundesweit online befragt. Sie berichten von ihren Erfahrungen und Zielen ebenso wie von Beweggründen, Hemmnissen und Anreizen für ein künftiges Engagement in Bezug auf wasserschonende und ökologische Maßnahmen. Ermittelt werden außerdem Flächen in Einzugs- und Quellgebieten, die für entsprechende Maßnahmen geeignet sind.

Potenziale und Hemmnisse verstehen

Die Ergebnisse von Befragungen und Interviews werden quantitativ und qualitativ ausgewertet. Mit einer Konstellationsanalyse machen die Projektpartner sichtbar, welche Akteure, Rahmenbedingungen und Beziehungen die Umsetzung wasserschützender Maßnahmen heute prägen und wie sich diese Konstellationen hin zu einem ressourcen- und wasserschonenden Landmanagement weiterentwickeln können. Ein Projektbeirat sowie Fokusgruppen und Workshops mit Akteuren aus Wasserwirtschaft, Getränkeherstellung, Landwirtschaft und Beratung begleiten und validieren diesen Prozess.

Handlungsempfehlungen und Wissenstransfer

Auf dieser Grundlage entstehen praxisnahe Handlungsempfehlungen für Wasserwirtschaft, Getränkehersteller, Landwirtschaft und Politik sowie Hinweise auf Forschungs- und Förderbedarfe, die in verschiedenen Formaten aufbereitet werden. KoWaLa leistet damit einen Beitrag zur Bio-Strategie 2030 und zur Nationalen Wasserstrategie. inter 3 verantwortet im Projekt die Online-Befragungen, die Konstellationsanalyse, die Erarbeitung der Handlungsempfehlungen und wirkt an Auswertung und Ergebnistransfer mit. Die DWA koordiniert den Verbund, FiBL Deutschland verantwortet Recherche, Fragebogenentwicklung und Auswertung.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.

KoWaLa - Gewässerschutz durch Kooperation zwischen Wasserwirtschaft und Ökologischer Landwirtschaft

Ansprechpartner:

Linnert Steffens, +49(0)30 34 34 74 43

Förderung:

Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL)

Projektpartner:

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) (Verbundkoordination)
FiBL Deutschland e.V.

Assoziierte Partner:

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
Bioland Beratung GmbH
Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.

Ort:

bundesweit

Laufzeit:

10/2026 – 01/2028